Warum Entgiftung sichtbar wird
Viele Menschen reagieren verunsichert, wenn sich das Hautbild während einer Ernährungsumstellung oder einer sanften Ausleitungsphase zunächst verschlechtert. Plötzlich zeigen sich Unreinheiten, der Teint wirkt unruhiger oder es entstehen kleine Entzündungen. Schnell entsteht der Eindruck, etwas sei nicht verträglich oder die Maßnahme sei falsch.
Doch häufig handelt es sich nicht um einen Rückschritt, sondern um einen Regulationsprozess.
Die Haut ist nicht nur Schutzbarriere, sondern auch ein aktives Ausscheidungsorgan. Sobald Stoffwechselprozesse angeregt werden etwa durch mehr Bitterstoffe, erhöhte Flüssigkeitszufuhr, bessere Darmfunktion oder eine insgesamt bewusstere Lebensweise werden gespeicherte Stoffwechselrückstände mobilisiert. Der Organismus entscheidet dann, über welche Wege diese ausgeschieden werden.
Wenn Darm, Leber oder Lymphsystem noch nicht vollständig im Gleichgewicht arbeiten, kann die Haut vorübergehend stärker beteiligt sein.
Gerade in der Übergangszeit zum Frühling ist dieses Phänomen häufiger zu beobachten. Der Stoffwechsel wird aktiver, hormonelle Prozesse verändern sich und die Durchblutung nimmt zu. Der Körper wechselt von einer eher speichernden Winterphase in eine mobilisierende Phase. Diese Umstellung kann sich kurzfristig im Hautbild zeigen.
Entscheidend ist die Differenzierung, handelt es sich um eine entzündliche, anhaltende Verschlechterung oder um eine vorübergehende Reaktion im Rahmen einer Regulation?
Bei einem physiologischen Anpassungsprozess beruhigt sich die Haut nach einiger Zeit wieder. Oft wirkt sie anschließend klarer, vitaler und gleichmäßiger durchblutet. Die Haut arbeitet dann nicht mehr kompensatorisch, sondern stabiler.
In dieser Phase ist Zurückhaltung wichtig. Aggressive Peelings, stark austrocknende Produkte oder häufige Produktwechsel stören die Regeneration eher, als dass sie helfen. Die Haut benötigt jetzt Unterstützung ihrer Barrierefunktion und eine sanfte Begleitung der inneren Prozesse.
Gerade in einer Phase, in der der Stoffwechsel aktiver wird, ist die Hautbarriere besonders sensibel. Die äußerste Schicht der Haut, das Stratum corneum, funktioniert wie ein fein abgestimmtes Schutzsystem. Sie hält Feuchtigkeit im Gewebe und schützt gleichzeitig vor äußeren Reizen. Wird sie in einer Regulationsphase zusätzlich belastet, reagiert sie schneller mit Rötungen, Spannungsgefühlen oder vermehrten Unreinheiten. Deshalb ist jetzt weniger oft mehr.
Ich empfehle in dieser Zeit eine reduzierte, klare Pflegeroutine. Eine milde Reinigung ohne starke Tenside, idealerweise pH-hautneutral, damit der Säureschutzmantel stabil bleibt. Keine stark schäumenden Produkte, keine häufigen Peelings. Ein Enzympeeling in größeren Abständen kann sinnvoll sein mechanische Reizungen hingegen eher nicht.
Wichtig sind barrierestärkende Inhaltsstoffe. Dazu gehören Ceramide, Panthenol, Niacinamid, hochwertige Pflanzenöle wie Jojoba- oder Nachtkerzenöl sowie beruhigende Extrakte wie Aloe Vera oder Bisabolol. Diese unterstützen die Regeneration, ohne die Haut zusätzlich zu fordern. Besonders empfehlenswert zum beruhigen der Haut ist die Crème veloutée apaisante eine zart schmelzende Creme mit beruhigenden und ausgleichenden Wirkstoffen wie Wilder Jasmin-Blattextrakt, D-Panthenol und Allantoin. Und die dazu passende Maske nutri-apaisant mit Spa™-Thermalwasser, sie ist eine echte SOS-Pflege. Ihre schmelzende Wachstextur umhüllt die Haut mit einem zarten Schutzmantel und mindert im Nu unangenehme Hautgefühle. Mit abschwellend wirkendem Rotalgen-Extrakt
Parallel dazu braucht der Körper innere Stabilität. Ausreichend Eiweiß ist essenziell für die Neubildung von Hautstrukturen. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungsregulierend. Bitterstoffe entlasten die Leber und eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt Lymphe und Mikrozirkulation.
Auch das Nervensystem spielt eine zentrale Rolle. Dauerstress erhöht den Cortisolspiegel und Cortisol schwächt die Hautbarriere nachweislich. Bewusste Entspannung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Atemphasen wirken deshalb indirekt hautstabilisierend. Das ist keine esoterische Betrachtung, sondern biochemisch erklärbar.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lymphaktivierung. Wenn das Gewebe entstaut wird, verbessert sich die Nährstoffversorgung der Zellen. Schwellungen nehmen ab, der Teint wirkt klarer. Sanfte manuelle Lymphdrainage im Gesicht kann hier sehr effektiv sein, weil sie nicht reizt, sondern reguliert. Entgiftung bedeutet nicht, dass der Körper versagt sie zeigt häufig, dass Regulationsmechanismen wieder aktiviert werden.
Langfristig entsteht daraus keine oberflächliche Kosmetik-Verbesserung, sondern eine stabilere, widerstandsfähigere Haut mit natürlicher Leuchtkraft.
Mit Gabriele Baum
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